Virtual Museum Visselhövede

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich zur Abgabe meiner IBM Hardware an das Computermuseum Visselhövede entschlossen. Zeitlich gesehen hatte ich in den vergangenen Jahren immer weniger Zeit für meine Rechner und als altersgerechte Unterbringung scheint mir Visselhövede optimal (von meiner HP RISC Hardware trennte ich mich bereits vor zwei Jahren).

Aus Nürnberg verabschieden sich

  • IBM AS/400 – 150 Server
  • IBM InfoWindow II incl. IBM 122er Tastatur
  • IBM RS/6000-275 Workstation
  • IBM 300 PL Personal Computer
  • Epson LQ1050 DIN-A 3 Nadeldrucker
  • Lexmark Farblaserdrucker C534N

und vom Standort Regenstauf verabschieden sich

  • IBM xSeries 345
  • IBM ThinkCentre Desktop, IBM Monitor & Lenovo 102er Tastatur
  • DecisionSystems 3846 InfoWindow SW  incl. 122er Tatstatur
  • Cisco Catalyst 2924C XL 24 Port Switch 10/100

 

Hinzu kommen einige SCSI-Serverplatten, Controller, Laufwerke und viele Kleinteile als Ersatzteillager für Visselhövede.

Ich wünsche dem Computermuseum in Visselhövede erfolgreiches Schaffen und Arbeiten mit der gerne überlassenen Hardware.

ffcg

Forum für Computer-Geschichte e. V.

Celler Straße 1

27374 Visselhövede

Tel.: 04261 962811

Der Warmstart, Klammergriff oder Affengriff……

Der Begriff ergab sich aus der Kombination Control+Alt+Delete, erstmals auf IBM-PCs unter MS-DOS. Es handelt sich jedoch nicht um einen Befehl von DOS, sondern um einen fest im Computer-BIOS integrierten Befehl. Ursprünglich hatte David Bradley, ein Informatikingenieur, dafür dies Kombination Control+Alt-Escape vorgesehen, diese konnte jedoch versehentlich gedrückt werden, etwa wenn man mit der Hand links auf der Tastatur abrutschte.
Die Kombination Control-Alt-Delete wurde dann gewählt, da man sie kaum versehentlich drücken konnte. Beim Warmstart – ausgelöst auch z.B. durch gleichzeitiges Drücken der Strg-, Alt- und Entf-Taste – führt das BIOS wesentliche Teile der Testroutinen nicht durch, sondern sucht im wesentlichen nur das Betriebssystem auf den Datenträgern und lädt es anschließend.  Dabei werden alle wesentlichen Komponenten des PCs getestet und initialisiert. Bei einem Warmstart wird der gesamte Inhalt
con-alt-del
des Arbeitsspeichers gelöscht, d.h. die vor dem Abbruch und dem nachfolgenden Warmstart bearbeiteten Dateien sind nur soweit verfügbar wie sie zuvor mithilfe des Befehls “Speichern” oder “Speichern unter ?” gespeichert wurden. Aktuelle – nicht gespeicherte Bearbeitungsabschnitte – sind verloren. Der Warmstart, auch noch als “Warm Reboot” bezeichnet, ist auch die Wiederanlaufprozedur eines Computers oder Netzwerks nach einem Fehler oder einem Systemzusammenbruch bzw. Absturz. Dabei ist es egal, ob dieses Ereignis spontan passiert ist oder manuell. Der Warmstart wird durch den bekannten Klammergriff mit der Tastenkombination Strg + Alt + Del ausgelöst. Früher wurde der Warmstart ausgelöst, ohne dass das BIOS geladen wurde. Das hat sich mit der Entwicklung der Betriebssysteme geändert.  Nach einem Warmstart ist der Computer oder das Netzwerk wieder betriebsbereit, allerdings können volatile Daten des Arbeitsspeichers verloren sein.
Ein Warmstart sollte nur durchgeführt werden, wenn der Rechner längere Zeit nicht auf Eingaben reagiert. Funktioniert auch der Warmstart nicht mehr, muss der Computer ganz ausgeschaltet werden. Da sich dies negativ auf die empfindlichen Komponenten eines Computers (Festplatten, RAM-Chips) auswirken kann, sollte man den Computer allerdings nur im äußersten Notfall aus- und wieder einschalten. Bei aktuellen Windows-Betriebsystemen wie XP wird beim Klammergriff ein Neustart (über den Taskmanager) ausgeführt, bei dem auch das BIOS neu geladen und der Arbeitsspeicher geleert wird. Ein Warmstart ist mit diesen Betriebssystemen nicht mehr möglich!  Den gleichen Effekt erreicht man durch Drücken des Reset-Button und durch “Neu Starten” über die Windows-Programm-Oberfläche.

IT Specialist for Systemintegration Fachinformatiker für Systemintegration